[Gastrezi] Josephine Chaos: Dann press doch selber, Frau Dokta!: Aus dem Klinik-Alltag einer furchtlosen Frauenärztin

http://www.amazon.de/gp/product/3596196345/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3596196345&linkCode=as2&tag=fotoblog06-21


Als Frauenärztin schon wieder ungeplant schwanger?! Eine wahre Geschichte, noch lustiger als die Schwarzwaldklinik …
»Ich schwöre: Ich bin lieb! Wirklich! Aber mit Nierenschalen zu werfen – das geht dann doch ein bisschen zu weit. Also schrei ich: ›Frau Pharma? FRAU PHARMA! Es reicht jetzt! Pressen Sie mal, statt hier so rumzufurien!‹ Frau Pharma ist das aber so was von egal!
›Ich press nich mehr, Frau Dokta! Ich will JETZT ´nen Kaiserschnitt! Abba sofoooort!‹
Dann wirft sie mir noch eine ganze Batterie von Schimpfwörtern an den Kopf, deren Bedeutung ich erst googlen muss, bevor sie – und JETZT wird es lustig – einfach aufsteht und davonstürmt …«

Ärzte sind auch nur Kollegen im Kittel: Erleben Sie die Klinik als verrücktes Großraumbüro mit strengen Oberschwestern, attraktiven Chefärzten und vielen tollen Geburten!
 Dann press doch selber Frau Dokta habe ich letztes Jahr schon gelesen und möchte es jetzt noch rezensieren, weil ich es so super lustig fand. Es wurde von, und aus der Perspektive von, Josephine Chaos geschrieben. Klar, dabei handelt es sich um ein Pseudonym. Ich hatte eine Leseprobe und mir hat es so Freude bereitet diese zu lesen, dass ich mir das Buch einfach kaufen musste. Es handelt von Josephines Klinikalltag und auch ein wenig von ihrem Privatleben. Josephine ist Gynäkologin und aktuell selbst wieder schwanger. Die Schwangerschaft schockiert sie zuerst einwenig, was natürlich in Anbetracht ihres eigenen Berufes absolute Ironie ist.

Das Cover kenne ich nur aus dem Internet, aber ich finde es passt gut zu dem Buch. Es ist bunt und fröhlich. Zu sehen ist eine Frau, die offensichtlich Ärztin ist und alle Hände (in diesem Fall 6 Arme und Hände) voll zu tun hat und zusätzlich einen Schwangerschaftsbauch hat. Also sehr treffend und bezeichnend für den Inhalt des Buches.

Mir gefällt der Schreibstil total gut, weil der dynamisch ist. Hierbei handelt es sich um ein Buch, dass man auch gut lesen kann, wenn man sich mal nicht so gut konzentrieren kann. Das Buch wurde aufgrund ihre Blogs entdeckt und veröffentlicht. Vieles kann man auch dort nachlesen, aber ich mag es gebündelt und sortiert als Buch einfach lieber. Der Schreibstil ist ziemlich umgangssprachlich und manche Wiederholungen haben mich ab und zu genervt. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie die Namen der Kollegen oder Patienten so lustig gestaltet hat. Die Namen wurden einem markanten Merkmal der Person angepasst, das konnte eine Charaktereigenschaft sein, sich um den Beruf drehen oder sich auf das Aussehen beziehen. Jedenfalls konnte ich mir
dadurch die Charaktere sehr gut merken. Diese Kopplung hat mir sehr gut gefallen.
 
Zur Handlung kann ich gar nicht soviel schreiben, weil es sich immer um kleine Teilabschnitte z.B. einzelne Fälle oder Schichten handelt und es immer so weiter geht. So berichtet sie von Geburten und deren Verlauf oder anstrengenden Nachtdiensten. Schreibt über Ereignisse die sie mit ihren Kollegen erlebt hat und beschreibt dabei auch, zum Teil, wen sie mag und wen nicht. Alles sehr gemischt; mir wurde dabei nicht langweilig.

Ich möchte dem Buch vier von fünf Eulen geben, weil ich einfach noch Luft nach oben sehe. Gerade der Schreibstil und die Wiederholungen sind zwischendurch nervig, aber das hält nur so kurz an, dass ich dafür nur eine halbe Eule abziehe. Des weiteren ziehe ich eine halbe Eule dafür ab, dass man einen Großteil des Buches auch kostenlos online lesen kann. Klar, dass kann jeder für sich selbst entscheiden, aber ich finde der Unterschied könnte etwas größer sein. Generell kann ich aber verraten, dass ich aktuell bereits das zweite Buch lese und deshalb auf jeden Fall Luft nach oben brauche. Ich finde dieses Buch absolut empfehlenswert, wenn man ein Buch sucht, was man so ein wenig „nebenbei“ lesen kann und einfach nur Spaß machen soll.

[Rezi] Lena Klassen - Wild

http://www.amazon.de/Wild-Lena-Klassen/dp/3931989798/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1450396141&sr=8-1&keywords=lena+klassen+wildhttps://www.drachenmond.de/titel/wild/
 Gezähmte Gefühle. Eine Welt ohne Krankheit und Kummer. Kein Leid und keine Leidenschaft. Einmal wöchentlich bekommt jeder in "Neustadt" seine Glücksinjektion. Trotzdem ist die siebzehnjährige Pi nicht so glücklich wie alle anderen. Stimmt etwas nicht mit ihr? Oder warum darf sie nicht mit Lucky zusammen sein, ihrem besten Freund? Anders zu sein ist gefährlich, denn hinter dem Zaun, der "Neustadt" umgibt, liegt die Wildnis. Dort herrschen noch Krankheit und Gewalt - und dorthin werden alle verbannt, die aus der Reihe tanzen. Dann geschieht etwas Unfassbares: Die Glücksdroge versagt. Und plötzlich steht Pi vor der Entscheidung ihres Lebens: Liebe oder Freiheit?
 
Uff, also wenn die Rezension jetzt ein wenig wirr wirkt, könnte das daran liegen, dass ich noch TOTAL fertig bin! Dieses Ende… okay, ich greife mal nicht so vor.

In „Wild“ von Lena Klasse dreht sich alles um Pi, ein siebzehnjähriges Mädchen aus Neustadt. Doch die Welt, in der sie lebt, ist nicht mehr ganz so wie wir es kennen. Einmal die Woche bekommt jeder Einwohner Neustadts eine Glücksinjektion, so dass alle nur noch emotionslose, immer zufriedene Roboter sind. Nur bei Pi will das Ganze nicht so recht funktionieren, sie lebt eher wie in einer grauen Wolke, als auf Wolke sieben. Und als dann auch noch die Injektion völlig versagt, hat sie ein gewaltiges Problem, denn wer einmal die „wilden“ Gefühle gespürt hat, wird verbannt, so heißt es jedenfalls. Doch sie ist nicht die Einzige, bei der die Injektion versagt. Und wie soll es nun mal anders sein, die wilden Gefühle werden richtig wild, denn Pi und jemand anderes verlieben sich natürlich ineinander. Soweit Klischee, aber völlig in Ordnung! Es passt in diesem Fall einfach, es verleiht dem Ganzen eine ganz spezielle Dramatik.

Wie bei vielen Dystopien lässt sich eine gewisse Gesellschaftskritik herauslesen – ob dies so gewollt ist vermag ich nicht behaupten, aber mir kommt es so vor. Einerseits ist es so, dass die oberen Schichten, also die schönen und reichen, so eine Menge friedlicher Schäfchen unter sich haben, die einfach nichts hinterfragen. Und wenn jemand mal verschwindet, weil er aus der Reihe tanzt? Egal! Und genau das ist einfach ein so krasser Gedanke, den Leuten war es total egal wenn jemand stirbt, verbannt wird, fremdgeht oder sonst was, selbst wenn es um das eigene Kind geht. Ich finde eine solche Zukunft gar nicht so abwegig, Mittelchen gibt’s bestimmt, und es gäbe mit Sicherheit eine menge Personen, die gerne einen auf Führer machen möchten, ohne das nachgefragt wird. So kann man doch schalten und walten wie man will. Und keiner merkt, dass es so ist.

Pi ist eigentlich ein sympathischer Charakter. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sie schon ZU mutig ist, ich hätte da schon längst den Schwanz eingezogen. Eventuell bin ich aber auch einfach nicht mutig genug. Oder beides. Dementsprechend handelt sie nicht immer nachvollziehbar – für mich – was aber nicht gestört hat. Sonst müsste ich es ja nicht lesen, wenn ich weiß, was sie tut :-)
Aber bei absolut allen anderen Charakteren sieht das anders aus. Man kann sie den einen Moment lieben und im nächsten Moment hasst man sie! Total unvorhersehbar, zumindest meistens, und auch irgendwie verlogen. Weil wenn man gerade denkt, dass eine Person auf der selben Seite steht oder zumindest uneigennützig hilft, ja denkste, Pusteblume. Nichts ist wie es scheint. Das war spannend und schockierend zugleich für mich – aber das wahre Leben ist ja genauso.

Spannungstechnisch kann ich mich wirklich nicht beklagen. Ich habe beinahe das ganze Buch in einem Stück gelesen, so um die 300 Seiten, und den Rest eben in einem zweiten Anlauf. Das lag aber auch nicht daran, dass ich eine Pause gebraucht hätte, sondern das Leben rief nach mir. Gegen Ende gab es einen Höhepunkt, der nochmal ordentlich eskalierte, mir aber auch missfällt. Das Ende ist einfach kacke, sorry, aber ist so. Ich bin da nicht mit einverstanden, auch wenn es wohl so enden musste :(

Der Schreibstil entspricht den heutigen Jugendbüchern. Er lässt sich gut und flüssig lesen, es gab keine unklaren Formulierungen.

Kleine Warnung an alle, die gerne Taschenbücher besitzen: derzeit gibt es nur Band 1 als Taschenbuch, Band 2 wohl nur als E-Book. Für mich ein absolutes No-Go, da ich keine E-Books lese…

Warnung hin oder her, ich bin total mitgerissen, emotional und gedanklich. Ich brauch einen Kindle, JETZT, damit ich den zweiten Band verschlingen kann! Verdammt…. Das Jahr ist ja beinahe rum, dann kann ich es ja behaupten: „Wild“ ist mein Jahreshighlight!


[Rezension] Indira Jackson - Rayan: Sohn der Wüste

http://www.amazon.de/Rayan-Sohn-W%C3%BCste-Indira-Jackson/dp/3737562660/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1449490744&sr=8-1&keywords=rayan
Vielen Dank an Indie Publishing und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.
 "Der Sohn der Wüste" beschreibt das Leben des Scheichs Rayan Ibn Sedat Suekran al Medina y Nayran. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, wo er als mächtiger Mann gegen seine Feinde ankämpft und sein Leben bedroht wird. Alldem begegnet er mit Härte, Disziplin und Unnachgiebigkeit. Umso mehr wird er von den Tücken der Liebe überrascht: Der Liebe zu einer Deutschen, die so ganz anders ist als alle anderen Frauen, mit denen er bisher konfrontiert war. Die Erzählung führt zurück in seine Kindheit und seiner Jugend, als er von seinem tyrannischen Vater davonlaufen muss, von ihm verstoßen wird, dem knappen Tod nur durch eine List entrinnt und in die Einsamkeit getrieben wird. Allein auf sich gestellt gelingt es ihm ein neues Leben aufzubauen, bis die Vergangenheit ihn einholt und er alles geben muss um seine Bestimmung zu finden. Und dann ist da auch noch seine Verbindung nach Amerika. Auf der anderen Seite steht Carina Hartmann, eine moderne Frau aus München, die ihre Faszination in die Geschichte des Scheichs nach Arabien treibt. Hin- und Hergerissen zwischen Abscheu vor den Grausamkeiten, deren Zeugin sie werden muss und der starken Anziehungskraft die der Scheich auf sie ausübt, gibt sie nicht auf, bis sie ihr Ziel erreicht hat: das sagenumworbene Zarifa, der Heimat des Scheichs.
 "Rayan - der Sohn der Wüste" ist das Erstlingswerk von Indira Jackson. Im Prinzip geht es um die altbekannte Thematik, Mann und Frau verlieben sich, obwohl sie aufgrund kultureller Gegebenheiten nicht zusammenpassen, doch das Feuer der Lust ist einfach zu stark um zu widerstehen. Nichts neues, aber irgendwie hat Indira Jackson es geschafft, dass es besonders wird. Kann aber auch daran liegen, dass ich dieses Genre äußerst selten lese und daher sicherlich noch nicht so abgestumpft bin.
Rayan, dessen vollständigen Namen ich nicht aussprechen kann, ist mir nicht besonders sympathisch. Er ist Typ Christian Grey, der wilde Wolf, der zwischendurch einen Schafspelz durchblitzen lässt. Mir ist das zu viel Klischee, ich lese lieber über Männer, die sich treu bleiben. Entweder Arsch, oder lieb, aber nicht beides bitte. Er war für mich irgendwie undurchsichtig.

Carina hat es da schon besser bei mir, auch wenn die sämtliche Klischees bedient. Sie wirkt aber bei weitem nicht so wechselhaft, das gefällt mir besser.

Der Schreibstil ist für ein Erstlingswerk sehr gelungen. Es gibt zwischendurch Wortwiederholungen oder etwas stolperige stellen, aber es hält sich wirklich in Grenzen. Ich wäre nicht davon ausgegangen, dass es sich um ein Debüt handelt. Vor allem kommt es da ja oftmals vor, dass Szenen nicht durchdacht wirken, den Eindruck hatte ich aber nicht. Und auch eine der, meiner Meinung nach, königsdisziplinen wurde gut gemeistert: Zeitsprünge. Oftmals verwirrend, wurden jene gut eingebaut, so dass ich hervorragend mitkam, ohne vor Verwirrung zu verzweifeln. Es ist auch spannend, ja, wobei ich direkt wusste, wie es ausgeht. Aber das ist halt auch genretypisch, und man liest es dennoch, daher kein negativer Punkt.

So im großen und ganzen gefiel es mir, aber die Klischees waren mir stellenweise zu viel des Guten. Daher vergebe ich 3,5 Eulen.

[Rezi] Eleni Livanios - Flora Flitzebesen: das Geheimnis im Hexenwald

http://www.amazon.de/Flora-Flitzebesen-Bd-Geheimnis-Hexenwald/dp/3649620855
Vielen Dank an den Coppenrath Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.
 Gibt es einen schöneren Ort als das Hexenrosental? „Garantiert nicht!", findet das Hexenmädchen Flora Flitzebesen, die schnellste Besenfliegerin weit und breit. Eines Tages beobachtet Flora jedoch etwas, das ihr ganz und gar nicht gefällt. Der ehrgeizige Hexer Turdus Merula geht schlecht mit den magischen Tieren um, zu deren Pflege er vom Hexenrat beauftragt wurde. Als sich die sprechende Spinne Linne zu Flora flüchtet, schmiedet diese mit ihren Freunden einen waghalsigen Plan: Sie werden die magischen Tiere befreien und draußen im Hexenwald verstecken!
Flora Flitzebesen ist eine neue Kinderbuch Reihe vom Coppenrath Verlag. Band 2 ist bereits auf dem Markt. Es geht um eine Kleine Hexe und ihre Tiere. Erstmal was zur äußeren Gestaltung. Das Buch ist wunderschön gestaltet. Der Umschlag ist farblich sehr ansprechend und gerade für kleine Mädchen ein Traum, weil es am glitzern und funkeln ist. Dennoch ist das für Mädchen und Jungs geeignet. Denn diese lassen sich von ein bisschen Glitzer nicht abschrecken die spannenden Geschichten um Flora zu hören oder selbst zu lesen.

Als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug fiel mir sofort die tolle Karte ins Auge. Es handelt sich um eine gezeichnete Karte des Hexenwaldes. Genial gemacht für Kinder und Eltern. Es erinnert mich ein wenig an die Wimmelbücher. Im Buch selbst sind immer wieder Zeichnungen zu finden. Was das Buch für Kinder sehr anschaulich und spannend macht. Positiv fallen mir auch die kurzen Kapitel auf, das ist für die Konzentration von Kindern gut gelöst. Das Buch ist

Flora und ihr Kater Kringel sind ganz wundervolle Charaktere. Auch Floras Freunde sind stimmig gestaltet und passen. Besonders gut haben mir Hille und Kringel gefallen. Sie runden das Bild ab und komplettieren es stimmig.

Das Hauptthema des Buches sind Tiere. Flora liebt Tiere sehr und deren Wohl liegt Flora sehr am Herzen. Als sie rausbekommt, dass ein Hexer seine Tiere schlecht behandelt möchte sie sofort handeln und den Tieren helfen. Zusammen mit ihren Freunden überlegt sie sich einen Plan. Flora ist eine ganz liebenswerte kleine Hexe und dabei kindgerecht gestaltet. Flora nimmt keine Rolle einer unbesiegbaren Wunderhexe ein, sondern sucht sich Hilfe bei den Erwachsenen und verschafft sich Raum gehört zu werden. Für Kinder ist dies ein sinnvoller und lehrreicher Punkt wie ich finde.

Weitere Punkte, die für junge Leser lehrreich und unterhaltend verarbeitet wurden sind Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und, gerade in der heutigen Zeit entscheidend, Zivilcourage. Flora schaut hin, packt an und kann am Ende erfahren, dass es sich lohnt zu kämpfen.

Ein spannendes und liebevoll gestaltetes Buch, was nicht nur die jungen Leser begeistert. Ich bin gespannt wie es mit Flora und ihren Freunden weitergeht. 

 

[Rezi] Jason Segal & Kirsten Miller - Nightmares! Die Stadt der Schlafwandler

http://www.amazon.de/Nightmares-Die-Stadt-Schlafwandler-Band/dp/3791519484/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1451481766&sr=8-1&keywords=nightmareshttp://www.dressler-verlag.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1319487/20513/33831/Autor/Jason/Segel/Nightmares!_-_Die_Stadt_der_Schlafwandler.html
 Charlie Laird hat das Zeug, der kleine Bruder von Harry Potter zu werden. Albträume können einem ziemlich den Schlaf rauben, das weiß Charlie nur zu gut. Schließlich hat er schon so einige Horrornächte hinter sich. Deshalb sind auch alle begeistert, als der neue Kräuterladen in Orville Falls ein Wundermittel gegen Albträume anbietet. Doch das Elixier hat schaurige Nebenwirkungen: alle, die es genommen haben, geistern wie Schlafwandler durch die Stadt. Schaffen es Charlie und seine Freunde erneut, sich den Schrecken der Nacht zu stellen? Der 2. Band der Grusel-Trilogie von Hollywood-Darling und How I Met Your Mother-Star Jason Segel mit der fantasievoll verpackte Botschaft: "Stell dich deinen Ängsten und aus Albträumen werden Träume".
 Vor einiger Zeit konnte mich Band 1 der Reihe so sehr begeistern, dass ich dem zweiten Teil natürlich begeistert entgegenblickte.
Ich mache es kurz und knackig. Wie von dieser Trilogie gewohnt, ist sie sehr kinderfreundlich geschrieben. Für Kinder gibt es gewiss einen gruselfaktor, doch bei mir als erwachsene bleibt dieses aus. Das ist aber nicht schlimm! Die Geschichte ist so liebevoll gestaltet, das es trotzdem unheimlich Spaß macht, sie zu verfolgen. Bereits beim auspacken fällt einem die Gestaltung direkt ins Auge, ich könnte es ewig betrachten, und würde vermutlich immer wieder neue, kleine Details entdecken. Einfach toll!

Trotz der kinderfreundlichkeit gibt es auch einige humorvolle stellen, die ich auch als erwachsene als lustig empfunden habe. Abgesehen davon ist Charlie einfach ein liebenswürdiger kleiner Mann, dem man zu gerne bei seinen Abenteuern verfolgt. Er ist mutig, aber auch nicht so mutig, das er die Glaubwürdigkeit verliert. Sein kleiner Bruder spielt auch eine Rolle, dieser ist aber nicht so clever wie Charlie, sondern stürzt sich ohne Rücksicht in jede Gefahr. Und auch die Stiefmutter Charlotte sehen wir wieder, dieses Mal aber eher in Form eines frommen Lammes. Das ging mir dann doch zu schnell. Abgesehen davon ist sie jetzt aber richtig sympathisch und toll.

Auch wenn ich mich nicht grusele, so empfand ich es trotzdem als sehr spannend. Der Anfang dauerte wieder ein wenig, was ja normal ist, und dann ging es richtig los. Es gibt so viel zu entdecken, zu interpretieren oder einfach nur zu genießen. Es werden verschiedene moralische Aspekte beleuchtet, von Freundschaft, bis hin zu Mut. Das macht dieses Buch einfach so toll für Kinder, vor allem auch Jungs. Viele Bücher sind an Märchen gerichtet, das macht diese Reihe umso wertvoller.

Was soll ich sagen? Ich bin nach wie vor begeistert. Der dritte Band soll im August 2016 erscheinen, ich freue mich drauf!

[Rezi] C.J. Omololu - The third Twin

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/The-Third-Twin/C-J-Omololu/e473494.rhdhttp://www.amazon.de/Third-Twin-C-J-Omololu/dp/3570310094/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1446682388&sr=8-1&keywords=third+twin
 Ihr imaginärer Drilling Alicia begleitet Lexie und ihre eineiige Zwillingsschwester Ava schon seit ihrer Kindheit. Heute, als Teenager, geben sich die beiden bei Dates gerne mal als Alicia aus. Ein Spiel mit dem Feuer … Als zwei von Alicias Dates brutal ermordet werden, deuten die DNA-Spuren auf Lexie und Ava hin. Lexie bleibt nicht viel Zeit, um die Wahrheit herauszufinden. Denn jetzt ist auch ihr bester Freund Zane in Gefahr …
 
Ava und Lexie sind Zwillinge und haben sich ein ziemlich perfides Spiel ausgedacht. Je nachdem wie es gerade am besten passt gibt sich eine von Ihnen als „Alicia“ aus, eine imaginäre Drillingsschwester. Das das nicht so lange gut geht ist ja eigentlich vorprogrammiert. Also kommt es wie es kommen muss: die beiden kommen in immer größere Schwierigkeiten.


Direkt zu Anfang wird man ziemlich rasant in die Geschichte rein geworfen, was ausnahmsweise mal nicht negativ ist, sondern einfach eine unnötige Einleitung vermied. Beinahe von der ersten Seite an beginnt es sehr spannend, was auch während des weiteren Verlaufes des Buches nicht sonderlich abnahm. Das ist auf jeden Fall ein sehr, sehr dicker Pluspunkt!

Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es aber leider doch. Ich hatte sehr schnell einen Verdacht, oder viel mehr eine Ahnung wie es enden wird. Und leider war es auch genauso. Im Nachhinein verrät der Klappentext auch ziemlich viel darüber, ich lese die ja zum Glück meistens nicht oder zumindest nur ne Zeit lang bevor ich das Buch selbst lese – bis dahin hab ich den Klappentext nämlich dann eh vergessen. Nichts desto trotz hatte ich immer ne Hoffnung, dass es anders ausgeht, was ja durchaus auch eine Form von Spannung ist, schließlich wollte ich die Auflösung ja unbedingt wissen um mir dann selbst auf die Schulter zu klopfen, weil ich Recht hatte ;)

Wie ja bereits erwähnt sind Ava und Lexie unsere Hauptprotagonisten. Während Lexie eher der schüchterne, zurückhaltende Typ ist, ist Ava die totale Draufgängerin. Doch auch Lexie kann das ganz gut, wenn sie denn als Alicia unterwegs ist. Jedenfalls ist mir Lexie wesentlich sympathischer, sie ist vernünftiger, denkt mehr über mögliche Konsequenzen nach und wirkt einfach erwachsener. Dahingegen ist Ava ziemlich gewissenslos und mir persönlich eher unsympathisch.
Auch wenn es noch diverse Personen gibt, rutschen diese doch sehr in den Hintergrund, so dass ich auf diese nicht genauer eingehen werde.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und geht sehr locker „von der Hand“. Da kann ich nicht meckern.

Im Großen und Ganzen ein gelungenes Buch, auch wenn der Klappentext ein echter Reinfall ist. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und vergebe daher 4 Eulen.


[Rezi] Maya Sheperd - Märchenhaft erwählt


 
http://www.amazon.de/M%C3%A4rchenhaft-erw%C3%A4hlt-M%C3%A4rchenhaft-Trilogie-Maya-Shepherd/dp/373475982X/ref=tmm_pap_title_0

 Es war einmal ein Prinz namens Lean, der seit seiner Geburt mit dem schrecklichen Fluch lebte, dass sein erster Kuss eines Tages großes Unheil über das Königreich Chòraleio bringen würde. Nur seine wahre Liebe kann ihn retten. Die zwölf schönsten Mädchen des Landes werden bei einer großen Auswahl erwählt – eine von ihnen wird Prinz Lean heiraten. Doch bis dahin liegt noch ein langer Weg vor ihnen. Es gilt Prüfungen zu bestehen, die den Mädchen alles abverlangen werden. Wie weit sind sie bereit für ein besseres Leben und die Chance auf die große Liebe zu gehen? „Märchenhaft erwählt“ ist der erste von drei Bänden und enthält alles, was zu einem klassischen Märchen gehört: Romantik, Magie, Spannung, Abenteuer, das Gute und das Böse, eingehüllt in den leuchtendsten Farben der Phantasie.


Was für eine Überraschung: schon wieder eine märchenhafte Rezension von mir, was ist bloß los? Ich habe den Eindruck, dass Märchen gerade ihr erneutes Coming-Out feiern, daher trifft Maya Sheperd schon eimmal total den Puls der Zeit.

In der Story dreht sich alles um Prinz Lean, welcher von einem bösen Fluch belegt ist. „Umgehen“ kann er dieses nur, wenn er seinen ersten Kuss an die einzig wahre Liebe verschenkt. Also ich für meinen Teil würde ja einfach niemanden küssen, man weiß ja nie – aber dann wär die Geschichte schon ziemlich schnell zuende, und das will ja keiner. :D

Prinz Lean ist schon ziemlich typisch Prinz, er besitzt das unantastbare Selbstbewusstsein eines Thronfolgers. Teilweise benimmt er sich wie unsere Jugend abends besoffen am Bahnhof, er scheint sich übermächtig und unbesiegbar zu fühlen, eigentlich ziemlich Machohaft. Aber natürlich, und hey darauf warten wir doch insgeheim alle, bröckelt seine Fassade nach und nach, was aber in einem realistischem Rahmen gehalten ist. Er ist gegen Ende des Bandes immer noch nicht der sympathische schüchterne junge Kerl von nebenan, aber er hat ja auch noch ein wenig Zeit, um Menschlichkeit zu entwickeln. Auf jeden Fall ist er von Anfang an seinen Eltern weit vorraus. Aber so richtig sympathisch kann ich ihn einfach nicht finden, da finde ich seinen Reichtum wohl noch sympathischer, aber soweit ich weiß, gibt es einige mit einer anderen Meinung.

Weitere wichtige Personen sind Medea und Heera. Die beiden sind Schwestern und bewerben sich auch beide für den Prinzen, denn ihre Familie ist arm und könnte ein Leben im und am Schloss gut vertragen. Auch wenn es so wirkt, als wenn es anfangs anders gedacht war, wirkte Medea von Anfang an suspekt auf mich. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass dieses ruhige, schüchteren Ding etwas zu verheimlichen hat und längst nicht so harmlos ist, wie sie wirkt. Heera wiederum macht einfach keinen Hehl aus ihrem Charakter, sie liest sich beinahe wie ein offenes Buch und ist meine unangefochtene Favoritin, allein schon, weil sie einfach endlich mal anders ist. Ihr Verhalten ist zwar oftmals unglaublich übertrieben, aber ihre Ecken und Kanten liebe ich.

Ich habe mir sagen lassen, dass einige bekannte Märchen aufgegriffen wurden und szenenweise sogar übernommen sind. Ich habe da echt keine Ahnung von, daher kann ich dazu leider nichts sagen. Es kam mir auf jeden Fall sehr märchenhaft vor.

Ob die Idee neu und außergewöhnlich ist, ist schwer zu sagen. Es erinnert mich sehr an die Buchreihe „Selection“, welche ich aber nur vom Klappentext her kenne.
Der Schreibstil ist angenehm und märchenhaft. Er passt wie Arsch auf Eimer!

An sich gefiel mir „märchenhaft erwählt“ sehr gut, auch wenn ich mir einen etwas anderes Lean gewünscht hätte. Dafür gibt es insgesamt 4 Eulen.




[Rezension] Cornelia Funke: Reckless - steinernes Fleisch



 Es ist ganz merkwürdig, eigentlich stehe ich gar nicht auf Märchen aber in letzter Zeit zieht es mich immer mehr zu moderneren Märchen hin. Dementsprechend würde es dringend Zeit, mal einen Blick auf die Reckless-Reihe von Cornelia Funke zu werfen. Und da es diese Rezension hier jetzt gibt, blieb es ja schon einmal nicht bei dem Blick... :D

Zugegebenermaßen fängt es recht verwirrend und Informationsgeladen an, so dass ich erst gar nicht so richtig mitkam bzw. nicht verstand, worum es so ganz genau geht. Ich lese ja bekanntlich keine Klappentexte bevor ich ein Buch beginne, sondern höchstens vor dem Kauf. dementsprechend hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten, was sich aber nach einigen Seite legte und ohne dass ich es bemerkt habe, wurde ich in einen regelrechten Sog gezogen. Meine Gedanken kreisten immer wieder um dieses Buch. Umso erstaunlicher ist es jedoch, dass ich echt ewig für das Buch brauchte obwohl ich jeden Abend fleißig gelesen habe und es mir wirklich gut gefiel. Ich weiß nicht woran es lag, ob es die Schreibweise oder etwas anderes ist, aber ich habe es nicht so schnell gelesen wie ich es bei anderen Büchern üblicherweise tue. Nichts desto trotz habe ich es regelrecht inhaliert und die Zeit rannte und rannte... Nun, bis ich fast wieder aufstehen musste und wie ein Zombie durch die Gegend torkelte :D

Der Schreibstil ist sehr ausführlich, detailgenau aber eben dadurch auch sehr passend. Er ist nicht unbedingt ausschließlich umgangssprachlich, sondern passt sich in diese Märchenwelt ein. Es werden altbekannte Märchen aufgegriffen und mit eigenen Ideen verknüpft, so dass unterm Strich etwas völlig, neues bezauberndes entstand. Die Charaktere sind relativ klischeehaft, aber was entspricht nicht dem Klischee? Mir gefiel es so, da es passt und ich sie dennoch sehr gut ausgearbeitet fand. 

Ich glaube es wurde bereits deutlich: die Spannung war streckenweise extrem hoch. Natürlich gab es auch das ein oder andere Tief, aber im großen und ganzen war es auf jeden Fall sehr spannend. 

Für Märchenfans und all jene, die es werden möchten uneingeschränkt empfehlenswert. Allerdings finde ich es nicht so wirklich für kleinere Kinder im Grundschulalter geeignet, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir gefiel es auf jeden Fall außerordentlich gut, und ich bin definitiv aus dem Kinderalter raus :-)

[Rezi] Jane Marbaix - Zentangle zeichnen und entspannen

http://www.randomhouse.de/Paperback/Zentangle-R-Zeichnen-und-Entspannen/Jane-Marbaix/e477409.rhdhttp://www.amazon.de/Zentangle%C2%AE-Zeichnen-Entspannen-Jane-Marbaix/dp/380943440X/ref=la_B00UAPPPA0_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1442623716&sr=1-1



Mit Zentangle kreativ sein und entspannen
Mit der Zentangle-Methode können Sie auf unterhaltsame und entspannende Weise Ihrer Kreativität beim Zeichnen freien Lauf lassen. Die zertifizierte Zentangle-Lehrerin Jane Marbaix erklärt Ihnen in einfachen Schritten, wie durch Kombinieren sich wiederholender Formen, Muster und Linien ein komplexes Gesamtkunstwerk entsteht. Außerdem wird gezeigt, wie Sie die Muster zur Gestaltung von Karten und Boxen verwenden können und wie Sie mit Schablonen und Stempeln tolle Zentangle-Bilder zeichnen.
 
Wie vielleicht der ein oder andere bereits bemerkt hat, bin ich schon recht kreativ. Ich kann nur leider null zeichen oder malen, selbst ein simples Strichmännchen stellt eine schier unüberwindbare Hürde für mich da. Durch Zufall habe ich dann dieses „Zentangle“ Buch gesehen und mich dazu entschieden es einfach auszuprobieren, schlimmer als vorher kanns ja nicht werden, oder?

Wer jetzt rumscrollt und hofft irgendwo Ergebnisse zu sehen: gibt’s nicht. Also gibt es schon, aber die sind einfach so unterirdisch schlecht, dass ich sie nicht zeigen werde. Manches ist dann doch peinlich. :D

Die Anleitungen sind verständlich und gut geschrieben, daran liegen meine miesen Ergebnisse ganz sicher nicht. Ich schätze nur einfach, dass Zentangle eher was für geduldige Menschen ist, die sich auch längere Zeit damit beschäftigen wollen. Es wird ja auch gesagt, dass es zum entspannen gedacht ist und das kann ich bei sowas einfach nicht, weil ich mir denke, dass es doch gefälligst gut aussehen soll. Daher denke ich, dass es schon Mal nichts für ergebnisorientierte, untalentierte und ungeduldige Menschen ist. Wer aber Entspannung und viel viel Zeit mitbringt, kann damit sicher was anfangen. Ich selbst finde die Muster total schön, obwohl es prinzipiell einfache Muster sind, die im ganzen ein Motiv ergeben. Ich denke, jetzt wo fest steht, dass ich offensichtlich idiotensichere Dinge nicht gezeichnet bekomme, sollte ich es endgültig aufgeben. Aber, versteht mich nicht falsch, ich bin dennoch begeistert von dem Buch und mir sicher, dass ich es hinbekommen würde, wenn ich die nötige Geduld aufbringen könnte. Also versucht es ruhig!

[Rezension] C.J. Daugherty - Night School: Und Gewissheit wirst du haben

http://www.amazon.de/gp/product/378913337X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=378913337X&linkCode=as2&tag=fotoblog06-21

 Das grandiose Finale von NIGHT SCHOOL! Nicht nur, dass sie ihre Großmutter schmerzlich vermisst, auch die NIGHT SCHOOL droht ohne Lucindas führende Hand nun gänzlich auseinanderzubrechen. Allie ist mehr denn je davon überzeugt, dass jeder, den sie liebt, sterben muss. Da wendet sich das Blatt: Studenten aus allen Teilen der Welt reisen an, um sich dem Kampf gegen Nathaniel anzuschließen. Sogar Allies Bruder Christopher will die Seiten wechseln und Nathaniel verlassen. Aber Allie weiß nicht, ob sie ihm trauen kann. Der fünfte Band von NIGHT SCHOOL, das dramatische Finale um Leben und Tod, Habgier, Macht, Tapferkeit und Mut. Temporeich und actiongeladen erzählt und zugleich eine berührende Liebesgeschichte. www.nightschool.de www.facebook.com/atnightschool
 Was habe ich mich auf den fünften und somit abschließenden Band der Night School Reihe gefreut!

Endlich wieder konnte ich Allie, Sylvain, Carter, Rachel und viele andere begleiten. Im Prinzip geht es genauso weiter wie in den anderen Bänden auch - nur, dass diese lästige Dreiecksbeziehung endlich ein Ende gefunden hat! :D Meiner Meinung nach entscheidet Allie sich für den richtigen, aber da scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Nach dem miesen Cliffhanger des letzten Teils geht es auch direkt beinahe nahtlos weiter. Vor allem Allies Sorge um Carter ist sehr präsent und nachvollziehbar, tauschen wollte ich da nicht.

Die Spannung war ganz in Ordnung, hätte aber ruhig ein wenig mehr sein können. Es drehte sich die ganze Zeit nur darum, wo Carter ist und wie es ihm geht. Das ist ja okay, aber dazwischen passiert halt nicht viel außer einige Spekulationen. Und auch wenn es kein Thriller ist, hätten ein paar falsche Fährten zum miträtseln bestimmt nicht geschadet. Aber das ist alles Jammern auf hohem Niveau, denn ich kann nicht behaupten, dass es langweilig wäre.

Genau genommen wurden die alten Muster der vorherigen Bände wiederholt, so dass es zwar keine neuartigen Ideen gibt, aber immerhin altbewährtes gut umgesetzt wurde. Besonders hervorheben mag ich noch, dass man wesentlich mehr über Nathaniels Wesen erfährt - und teilweise gar nicht weiß, was man von ihm halten soll. Irgendwie ist er ja auch ne arme Wurst. Allie entwickelte sich auch wieder weiter, wobei die Entwicklung sich in Grenzen hält. Sie hatte sich zuvor schon so sehr entwickelt, dass viel mehr einfach nicht mehr geht. Sylvain kommt für meinen Geschmack zu wenig vor, er hätte sicherlich noch ein wenig Schmackes reinbringen können. Auch Carter kommt logischerweise viel zu wenig vor, aber das geht bei der Story ja leider gar nicht anders. Generell fällt mir gerade auf, dass es sich viel mehr um Allie dreht als in den anderen Bänden und sie sich von den anderen Personen ein wenig entfernt. Sie muss mit ihren Sorgen alleine klar kommen und das merkt man auch.

Ich mag C.J. daughertys Schreibstil sehr. Er ist einfach, vermittelt aber die nötigen Emotionen. Das ist eine gute Kombi, da ich nicht so auf schwer verständliches stehe aber natürlich trotzdem nicht auf Emotionen und herzschmerz verzichten möchte. Das Ende ist passend, aber irgendwie auch zu simpel gemacht, irgendwie habe ich einen größeren Showdown erwartet, aber es war ok und angemessen.

Alles in allem ein guter Abschluss, der zwar Schwächen aufweist, aber nach 4 anderen Bänden kann man das Rad auch einfach nicht nicht neu erfinden. Daher noch gut gemeinte 4 Eulen von mir.