[Rezi] Damian Dibben - Jake Djones - Die Dynastie des Bösen (3)

"Jake Djones wagt erneut die gefährliche Reise in die Vergangenheit – ins Elisabethanische England Shakespeares, wo überall Mord und Verrat lauern, und weiter bis ins geheimnisvolle chinesische Kaiserreich. Die Hüter der Zeit sind auf der Jagd nach Xiang Xi, ihrem bislang mächtigsten Gegner, dessen grausames Ziel es ist, alle globalen Handelsrouten zu zerschlagen und den größten Teil der Weltbevölkerung auszulöschen. Mitten im Herzen dieses Konflikts liegt auch der Weg zu einem lange vermissten Familienmitglied: Wird Jake nach all der Zeit nun doch noch seinen geliebten Bruder wiedersehen?"
Bei der Buchgestaltung muss ich jetzt mal ganz gewaltig meckern - was wurde sich bei der Gestaltung der drei Bände gedacht? Jedes für sich ist wunderschön, aber sie passen einfach null zusammen und sehen auch im Regal nebeneinander nicht sonderlich passend aus. Das finde ich wirklich seeehr schade.


Endlich durfte auch ich den dritten Teil rund um Jake Djones lesen, worauf ich mich riesig gefreut hatte. 

Ich fand Jake ja von Anfang an sehr sympathisch und das hat sich nun auch nicht geändert, im Gegenteil, man merkt, dass er so langsam erwachsen wird, auch wenn er trotzdem noch ein Junge bleibt. Er ist nicht perfekt, stört damit aber nicht, sondern entspricht eher einem typischen Teenager, ohne dabei zu sehr ins Klischee abzudriften. Er ist ein „guter Junge“, der nie böse Absichten hegt oder andere verletzen will, auch wenn es in seinem jugendlichen Eifer manchmal nicht zu vermeiden ist. 

Bei Nathan und Topaz sieht das Ganze eher mau aus, ich habe nicht den Eindruck, dass sie sich sonderlich weiterentwickeln, was ich echt schade finde. Vor allem störte mich, dass Topaz im Buch ganz plötzlich eine Art „Geistesblitz“ bekommt und dann –ACHTUNG SPOILER!- doch etwas von Jake will, nur weil dieser sich kurzzeitig mehr für Yoyo interessiert.

Charlie kommt nicht so häufig vor wie in den ersten beiden Bänden, was ich schade aber dennoch aushaltbar finde. Wie immer merkt man, dass er der vernünftigste von allen dreien ist.

Dieses Mal bekommen wir aber als Ersatz für Charlie einen neuen Charakter präsentiert: Yoyo. Yoyo wird von vielen nicht gemocht, sie kann vieles, weiß vieles, und macht daraus auch wirklich kein Geheimnis. Dieses passt vielen nicht, so dass andere nicht unbedingt Sympathie für sie hegen. Viele Seiten lang wusste ich nicht, ob man ihr vertrauen kann, oder ob sie eine Gefahr darstellt – das fand ich echt gut, denn so wurde das ganze nochmals spannender und folgte nicht einem so strengen Muster wie die vorangegangen Bände.

Und wieder einmal lässt Jake die Suche nach seinem Bruder nicht los, man spürt seine Verzweiflung förmlich, was mir sehr gefiel.

Auch an Spannung mangelte es mir dieses Mal nicht, definitiv hat Damian Dibben nochmal richtig aufgedreht, vor allem wenn man es mit den Vorgängern vergleicht. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm, genau passend für die angestrebte Zielgruppe aber dennoch auch gut geeignet für Erwachsene. Ich glaube das erwähne ich bei jedem Band, aber ich finde es nach wie vor Klasse, dass man bei jedem Band etwas mehr über die jeweiligen Länder und Epochen lernt, ohne dass man mit wenigen oder gar keinen Vorkenntnissen verloren wäre. Ich zum  Beispiel habe davon keine Ahnung, habe dafür aber eine Menge lernen können, ohne dass es mich anstrengte. So hätte ich mir den Geschichtsunterricht gewünscht ;-)

Alles in allem der stärkste Band, ohne nennenswerte Mängel. Für Erwachsene allerdings nur dann geeignet, wenn man auf jugendlichere Storys steht.

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