[Rezi] Neil Gaiman - Der Ozean am Ende der Straße










"Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen - Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint."
"Der Engländer Neil Gaiman, 1960 geboren, arbeitete zunächst in London als Journalist und wurde durch seine Comic-Serie Der Sandmann bekannt. Neben den Romanen Niemalsland und Der Sternwanderer schrieb er zusammen mit Terry Pratchett Ein gutes Omen und verfasste über seinen Kollegen und Freund Douglas Adams die Biographie Keine Panik!. Er lebt seit einigen Jahren in den USA." Quelle: Amazon.de

Schön finde ich die Aufmachung des Buches, vor allem die Covergestaltung empfinde ich als gelungen. Es sind auch ein paar, wenn auch wenige, Zeichnungen vorhanden, die mir gut gefielen.

Es gibt Bücher, bei denen man nach dem Lesen wirklich nicht weiß, was man davon halten soll. „Der Ozean am Ende der Straße“ von Neil Gaiman gehört für mich dazu. Bereits während des Lesens habe ich festgestellt, dass mir die Motivation fehlt, ich einfach gar keine Lust dazu verspüre weiterzulesen, und das obwohl es nicht mal richtig schlecht ist. Das Buch konnte mich nicht packen, es war für mich bei weitem nicht so spannend, wie ich erwartet hatte. Irgendwie hätte ich anhand des Klappentextes mehr erwartet, schlussendlich wurden meine Erwartungen einfach nicht erfüllt, wobei ich denke, dass das Buch vielen anderen gefallen wird.


Der Schreibstil wollte mir nicht so recht gefallen, er ist nicht schwer oder unverständlich aber dennoch anstrengend für mich. So poetisch wie angepriesen fand ich ihn allerdings nicht, auch wenn es poetische Ansätze gibt. Ich wurde einfach nicht so recht warm damit und hatte das Gefühl, dass kein roter Faden verfolgt wird – mal wurde ich sehr auf Abstand gehalten und andererseits dann wieder tief hineingesogen. Es ist wirklich schwer zu erklären. Atmosphärisch kann ich nicht klagen, denn dieses scheint Gaimans Stärke zu sein. Einige Gegebenheiten empfinde ich als unpassend, in erster Linie den Schreibstil in Verbindung mit dem Alter des Protagonisten – denn dieser ist gerade einmal zarte 7 Jahre alt. Abgesehen davon erscheint mir einiges nicht logisch, was bei phantastischen Geschichten ja nicht unbedingt ungewöhnlich wäre, aber in diesem Fall stört es mich doch. Das hört sich alles negativer an, als ich es meine, denn einige positive Aspekte gibt es auch – vor allem bleibt mir dieses Buch im Kopf, und ich denke, dass wird auch noch eine Zeit lang so bleiben.


Am Ende bleiben für mich einige Fragen offen, was mich leider alles andere als begeistert zurück lässt. 

Alles in allem ein verwirrendes Buch, welches mich auch sehr verwirrt zurück lässt und es mir schwer macht, es zu bewerten.


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