[Rezension] Salla Simukka - So weiss wie Schnee

http://www.amazon.de/wei%C3%9F-wie-Schnee-Salla-Simukka/dp/3401600117/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1425923214&sr=1-1&keywords=so+wei%C3%9F+wie+schneehttp://www.arena-verlag.de/artikel/so-weiss-wie-schnee-978-3-401-60011-6
In brütender Hitze gelangt Lumikki auf einer Backpacking-Tour nach Prag. Als sie dort von einem Mädchen angesprochen wird, das behauptet ihre Schwester zu sein, steht ihre Welt auf einmal kopf. Längst vergessen geglaubte Familiengeheimnisse drängen ans Licht. Über ihre Halbschwester gerät Lumikki an eine seltsame Gemeinschaft, die sich die „Weiße Familie“ nennt und Schreckliches plant. Eine Katastrophe steht kurz bevor. Und nur Lumikki kann diese grausamen Plan vereiteln. Quelle: Arena

Hach – kennt ihr diese Bücher, bei denen einem die Bewertung wirklich schwer fällt und man gar nicht weiß, was man davon halten soll? Aber egal, fangen wir erst einmal von vorne an:


Lumikki macht einen Kurztrip nach Prag (Tschechien) um ein wenig zu entspannen und natürlich auch Länderkunde zu betreiben. Es verläuft auch alles ruhig und entspannt – bis plötzlich ein junges Mädchen, Lenka, auf sie zukommt und ihr erzählt, sie wären Geschwister. Lumikki ist natürlich nicht doof und bleibt misstrauisch, dennoch gibt es eine Menge merkwürdiger Zufälle. Ebenso wird sie dann auch noch in einen perfiden Plan hineinzugezogen, wo es um Leben und Tod, und natürlich Geld, geht…


Ihr seht, im Prinzip alles was ein spannendes Buch braucht. Tatsächlich hört es sich nicht nur in Kurzform spannend an, sondern es ist auch so – dennoch hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich keine Lust hatte weiterzulesen, da ich das Buch aber wirklich mag, weiß ich nicht, ob es nicht doch an mir liegt.

Was mich riesig störte, sind viele viele Zufälle, die essentiell sind, aber einfach too much. Dadurch bekam alles einen faden, unglaubwürdigen Beigeschmack. Auch ist Lumikki wieder ein wenig zu perfekt, es gibt beinahe nichts was sie nicht kann (außer mit Menschen, dafür weiß sie aber alles über Menschen). Sie ist so unglaublich taff, clever, sportlich und Über-Mensch, dass ich mich neben ihr vermutlich klitzeklein fühlen würde. Positiv anzumerken ist, dass sie sich innerhalb der Story enorm weiterentwickelt und ihre ehemalige Schwäche, die Menschlichkeit, mächtig aufpoliert.


Vom Schreibstil an sich änderte sich nicht viel zu Band 1, wobei ich den Eindruck hatte, dass mehr Metaphern etc. verwendet wurden und es teilweise schon poetisch wurde. Leider gab es nicht so viele, gut verpackte, Andeutungen an Märchen wie im Vorgänger. Dieses wird aber dadurch wett gemacht, dass der Titel mehrmals geschickt verpackt vorkam, so dass er auch Sinn macht. Ich hatte den Eindruck, dass Gewalt und Co. Harmloser verpackt wurden, als noch in Band 1. Das kann aber auch an meiner Wahrnehmung liegen – dass ich mich einfach an den Stil gewöhnt habe.


Optisch ist „So weiß wie Schnee“ für mich wieder ein wahrer Leckerbissen: Wieder wurden matte, schwarze Seiten zur Kapitel- und Tagesunterteilung verwendet, das macht einfach eine Menge her. Auch das Cover gefällt mir, auch wenn es nicht zwingend mit der Story zusammenpasst, außer man sieht es metaphorisch und fängt darüber an zu philosophieren, was es einem sagen soll. Was mir auch wichtig ist: Die beiden Bücher passen perfekt zusammen und man sieht auch, dass sie zusammen gehören und eine Reihe bilden.

Trotz der vielen Kritikpunkte gefiel mir das Buch wirklich gut, wobei ich nicht mal genau weiß, wieso eigentlich. :D

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