[Rezension] Andreas Gruber - Todesurteil

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" In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …"

Es kam mir beinahe vor wie eine Ewigkeit - endlich konnte ich den zweiten Band rund um Sneijder und Nemez aus der Feder von Andreas Gruber lesen!

Der Schreibstil ist dem des ersten Bandes unverkennbar ähnlich und dementsprechend auch wieder mein Fall. Es gibt zwei Handlungsstränge, welche anfangs so wirken, als wenn sie miteinander überhaupt nichts zutun haben. Das gibt es zwar öfters, ich mag das aber nicht so gerne. Nach und nach ändert sich das natürlich, was bei mir nur auf Wohlwollen stößt.


Der Plot überzeugt durch Spannung und Action, auch wenn im Grunde auf altbekannte Thriller-Stilelemente zurückgegriffen wird. Altbewährtes verkauft sich einfach besser! Trotz der heutzutage schon beinahe ungewöhnlichen Länge von über 550 Seiten kam bei mir niemals Langeweile auf, denn durch geschicktes Fährten legen und einer konstanten Spannung wurde mir nie Langweilig. Im Gegenteil, ich habe es innerhalb kurzer Zeit verschlingt! Was ich jetzt übrigens bereue, wer weiß wie lange es dauert, bis der nächste Teil erscheint...


Ich wurde sehr oft in die Irre geführt und wusste alsbald nicht mehr, wem ich eigentlich noch trauen soll. Somit hätte ich alles und jedem im Verdacht und entfernte mich immer mehr von der Lösung - Hey, genauso sollte es auch sein.  Das ist im Grunde das Rezept zu einem guten Thriller, auch in diesem Falle. Im großen und Ganzen löst es sich aber schlüssig auf, doch Kleinigkeiten wirken leider weit hergeholt und zufällig. Das ist aber meckern auf hohem Niveau!


Sabine Nemez hatte bei mir ja bereits im letzten Band bereits rein gar nicht ausgelöst. Kein Mitgefühl etc, im Grunde ist sie mir als 'Mensch' immernoch egal, wobei ich nicht sagen kann, woran das liegt. Sneijder wiederum war mir total unsympathisch, doch mittlerweile lässt er hindurchblicken, dass seine exzentrische Art eine Fassade ist. Dadurch mauserte er sich für mich zu meinen Liebling in diesem Buch. Ich mag durchgeknallte Charaktere, vor allem wenn sie mit einer gesunden Portion Sarkasmus ausgestattet sind.


Todesurteil hat alles was ein guter Thriller braucht und wird daher von mir uneingeschränkt an alle Genre-Fans weiterempfohlen.

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