[Rezension] Cammie McGovern - Amy & Matthew

http://www.amazon.de/Amy-Matthew-schon-normal-Roman/dp/3453269160/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1430943406&sr=8-1&keywords=amy+matthewhttp://www.randomhouse.de/Buch/Amy-Matthew-Was-ist-schon-normal-Roman/Cammie-McGovern/e441348.rhd

Die Geschichte einer großen Liebe, die sich gegen alle Widerstände behauptet
Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem. Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew zutiefst. Wird er ihr verzeihen?


Wie beim dem Titel nur schwer zu erkennen ist, handelt dieses Buch um Amy und Matthew. Amy hat mit einer Behinderung zu kämpfen, sie sabbert, kann nicht wirklich reden und leidet unter spastisches Zuckungen. Doch wenn man bedenkt, wie schwer ihr das fallen müsste, kommt sie damit überraschend gut mit, denn sie ist ein starkes, selbstbewusstes Mädchen und lässt sich so schnell nicht unterkriegen. Wie man sich denken kann, hat sie keine Freunde – bis Matthew in ihr Leben tritt. Matthew ist ein außergewöhnlicher Junge, der nicht die übliche Abscheu gegenüber Behinderten hat. Natürlich hat er auch seine Vorbehalte und kämpft nicht gerade darum Amys Freund zu werden, aber nachdem er sie erst kennengelernt hat sieht das ganz anders aus. Er ist sehr ruhig und hat ebenfalls nicht viele Freunde. Dazu kommt, dass er unter diversen Zwangsneurosen leidet, die er versucht zu verstecken und ihn auch einschränken. 


Somit haben beide so ihre Last zu tragen und passen so ja schon gut zusammen. Sie ergänzen sich, denn sie kann ihm helfen mit den Neurosen zu leben und er hilft ihr im Alltag. Ich finde den Gedanken wirklich total schön, immerhin werden Behinderte in unserer Gesellschaft immer noch oft ausgeschlossen, auch wenn das so gut wie niemand öffentlich zugibt. Außerdem zeigt es, dass sie trotz Behinderung helfen können und ein wichtiger Teil des Lebens werden können – ohne dabei zur Last zu fallen, so wie man es denken könnte. Mir ist klar, dass es keine echte Geschichte ist, aber trotzdem zeigt es einiges auf. 


Der Schreibstil ist wieder einmal Jugendbuchtypisch einfach gehalten, wobei es allein durch die gewählten Themen kein locker leichtes Sommerbuch ist. Es gibt viel Sarkasmus und Humor, mir wurde also nie langweilig. Beinahe das ganze Buch handelt ausschließlich von Amy und Matthew, ihren Gesprächen, dem E-Mail Verlauf von ihnen, ihre Gedanken und ihre Gefühle. Dabei lernt man sehr viel über die beiden kennen, so dass sie mir sehr schnell ans Herz gewachsen sind. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass mehr aufgezeigt werden würde, wie schwer behinderte Kinder es in der Schule wirklich haben, denn so wirkte es eher so, als wenn diese Kinder es immer relativ leicht hätten, zwar mit wenig Freunden, aber immerhin ohne Mobbing. Das entspricht nicht gerade meiner Erfahrung. Daher hätte mir ein bisschen weniger Friede Freude Eierkuchen gefallen.


Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, welches einem aufzeigt, dass jemand mit einer Behinderung einen nicht behindern muss und eine wahre Bereicherung sein kann. Eine wirklich tolle Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe.


2 Kommentare
  1. Hallöchen,
    ach was für eine schöne Rezension! :) Ich freue mich, dass dir das Buch gefallen hat. Ich bin schon eine Weile am Überlegen ob ich das Buch lesen möchte und warte noch die Bewertung einer befreundeten Bloggerin ab, aber deine Meinung stimmt mich schon mal äußerst positiv! :)

    Liebst, Lotta

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  2. Huhu

    Wenn ich mir anschaue, was du sonst so liest könnte dir das echt gefallen! :-)

    LG
    Sarah

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