[Rezension] Sarah McCarry - ein lied, so süß und dunkel

http://www.randomhouse.de/Buch/Ein-Lied-so-suess-und-dunkel-Band-1/Sarah-McCarry/e452832.rhdhttp://www.amazon.de/Ein-Lied-s%C3%BC%C3%9F-dunkel-Band/dp/3570162990/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1431275597&sr=8-1&keywords=ein+lied+so+s%C3%BC%C3%9F+und+dunkel
 Ihre Freundschaft ist so tief wie ihre Seele – ihre Liebe so abgründig wie das Jenseits.
Sie und Aurora … das ist für immer! So unterschiedlich die Mädchen auch sind – Aurora zart wie das Sonnenlicht, sie so düster wie die Mitternacht –, ihr Leben ist ein einziger gemeinsamer magischer Rausch aus Partys, Musik und Kunst. Doch als Jack in ihr Leben tritt, ist es wie ein schmerzhaft schöner Riss in ihrem Traum. Dieser begnadete Junge, der die Menschen mit seinen Liedern betört, hat nicht Aurora gewählt, sondern die Freundin in ihrem Schatten. Doch dann taucht Minos auf, ein zwielichtiger Clubbesitzer, der Jack und Aurora einen teuflischen Pakt anbietet. Als die zwei gemeinsam nach L.A. verschwinden, kann nur sie die beiden vor ihrem Verderben bewahren …


Nach längerer Zeit dann wohl doch wieder einmal ein Buch, welches mich verwirrt zurücklässt und eine Menge Potenzial verschenkt…


… Alles beginnt mit einer ziemlich sanften Einleitung. Man lernt unsere Protagonistin und ihre beste Freundin Aurora kennen, ihren „Lifestyle“ und auch einen Teil ihrer Vergangenheit. Ich habe bewusst „Protagonistin“ geschrieben, denn ihr Name wird schlicht und ergreifend gar nicht erwähnt, das ist ungewöhnlich, stört aber weniger als gedacht. Das verstärkt den Effekt, dass sie neben Aurora immer eher das Schlusslicht bildet, was sie auch selbst zugibt. 


Aurora ist ein sehr unbeschwertes Mädchen. Drogen, wilde Partys und Jungs sind für sie kein Fremdwort, gleichzeitig wirkt sie auf mich naiv. Dieser Eindruck von Naivität wird dadurch verstärkt, dass sie z.B. meistens weiße Spitzenkleidchen trägt. Unsere Protagonistin geht zwar ebenfalls gerne auf Konzerte etc., doch sie lässt alles wesentlich lockerer angehen und passt sehr auf Aurora auf. Auch wenn Aurora mehr beachtet wird, ist unsere Protagonistin die eigentliche Heldin. 


Doch so positiv ich von ihr spreche, so negativ sind meine Empfindungen ihr gegenüber. Nicht negativ im eigentlich Sinne, sondern sie ist mir einfach egal. Sie erzählt und erzählt und verliebt sich und… ist mir einfach egal. Sie konnte mich nicht berühren, weder die eingeflochtene Liebesgeschichte noch die enge Freundschaft zwischen ihr und Aurora. Dennoch war es interessant ihr „zu lauschen“, so dass ich das Lesen keineswegs bereue.


Nach etwa 80 Seiten fängt es an, dass seltsame Fantasy-Elemente einfließen (oder war sie auf Drogen?). Ich konnte damit nicht viel anfangen, es wirkt auf mich nicht passend. Sollten Drogen die Ursache darstellen sollen, was sehr gut zum Lebensstil gepasst hätte, wäre es schön gewesen wenn man vorher erfährt, dass sie welche nimmt. Drogen passen nur leider irgendwie auch nicht so richtig… ich werde es wohl niemals erfahren. Diese Rätselei ist wiederum sehr interessant und wenn ich wüsste, dass es die Drogen wären würde mir das Buch direkt viiiel besser gefallen.


Der Schreibstil ist sehr bildlich und düster gehalten und lässt sich dennoch sehr gut lesen. Bereits nach wenigen Seiten bemerkte ich, dass es einige Geheimnisse zu entdecken gibt und mich überkam ein düsteres Gefühl. Die Stadt in der alles spielt fand ich aber zu aufgeputscht – eine Stadt, wo es scheinbar nur Musiker gibt? Na, wer es glaubt. 


Das Buch lies mich sehr verwirrt zurück, gleichzeitig konnten mich weder Protagonisten noch Fantasy-Elemente  so richtig überzeugen. Es handelt es um eine etwas andere Geschichte, für die es bestimmt die passende Zielgruppe gibt – leider gehöre ich da nicht zu. Weil ich mich aber trotz all der Verwirrung nicht gequält habe und es auch ganz gerne gelesen habe vergebe ich immerhin noch ganz knappe 3 Eulen. Ich denke, ich werde einem weiteren Band eine neue Chance geben.


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