[rezension] Marah Woolf - Mondsilbernacht (4)

http://www.amazon.de/MondSilberNacht-MondLichtSaga-Marah-Woolf/dp/3000498176/ref=tmm_pap_title_0
 Letzter und vierter Teil der MondLichtSaga jetzt erschienen Hatten wir nicht genug geopfert? Genug verloren? Hatten wir nicht das Recht auf Frieden? Oder ließ sich das Böse überhaupt nicht besiegen? Versteckte es sich bloß und tarnte sich, um noch stärker zurückzuschlagen? Als diese bittere Erkenntnis in Emma reift, ist es fast schon zu spät, dagegen anzukämpfen. Denn diesmal sind nicht die Undinen ihr Gegner, sondern jemand ungleich Vertrauteres. Um diesen Feind zu vernichten, wird Emma schier Unmögliches abverlangt. MondSilberNacht knüpft unmittelbar an die Ereignisse der drei Vorbände an. Auf vielfachen Wunsch meiner LeserInnen habe ich mich doch entschlossen, in einem vierten Teil die Geschichte von Emma und Calum weiterzuerzählen. Lasst Euch verzaubern von neuen Geheimnissen und Abenteuern und nehmt mit Emma einen letzten Kampf gegen das Böse auf, um die zu retten, die sie liebt. Viel Spaß Marah Woolf Weitere Bücher von Marah Woolf MondSilberLicht MondSilberZauber MondSilberTraum BookLess. Wörter durchfluten die Zeit BookLess. Gesponnen aus Gefühlen BookLess. Ewiglich unvergessen FederLeicht. Wie fallender Schnee FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit erscheint im Oktober 2015 Blog: www.marahwoolf.com Facebook: Marah Woolf Fantasy by Marah Woolf
 "Mondsilbernacht" von Marah Woolf ist der von mir heiß ersehnte vierte Band der Mondsilber-Saga. Die vorherigen Bände sollten unbedingt zuerst gelesen werden - auch vor dieser Rezension.  So viel ich weiß war ursprünglich kein weiterer Band geplant und ich dachte auch, dass Emma und Calums Geschichte einfach erzählt ist und konnte mir auch nicht so recht vorstellen, was nun noch folgen soll. Ob es Marah Woolf trotzdem gelungen ist eine gelungene Fortsetzung zu schreiben weiß ich nun - und ihr auch gleich ;-)

Ungeplante Fortsetzungen bei eigentlich abgeschlossenen Reihen sind so eine Sache für sich. Meist fehlt es an Spannung, an Ideen und man fragt sich ob der Autor einfach noch mal ein wenig Kohle scheffeln wollte. "Mondsilbernacht" passt nicht in dieses Vorurteil, denn es konnte mich durch einen spannenden Plot, gut ausgebauten Charakteren und neuartigen Ideen überzeugen. Marah Woolf ist es gelungen, Emma und Calum nochmals aufleben zu lassen, ohne dabei abgedroschen oder langweilig zu werden. Sie balanciert auf einem beeindruckenden Balanceakt zwischen Friede-Freude-Eierkuchen und totalem Chaos, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Doch vor allem die Idee selbst, die Krise die Emma und Calum überwinden müssen, hat mich begeistert. Denn diese hat viel Bezug zu dem Vorbänden, war für mich aber nicht vorhersehbar. 

Ganz unvorhersehbar war es dann aber doch nicht. Da sich manche Personen ja sehr merkwürdig benommen haben und dementsprechend unter den Protagonisten mehrere Theorien aufgestellt wurden weshalb dies so ist, stellte ich mir die Frage natürlich auch. Ich entschied mich sehr schnell für eine Möglichkeit und behielt dabei auch recht. Aber schlimm ist das nicht, andere hätten sich vielleicht anders entschieden und zwischendurch hatte ich ja doch leise Zweifel. 

Calums Welt ist natürlich für mich völlig neu und unbegreiflich. Dementsprechend muss ich mich darauf verlassen, dass ich genügend Informationen bekomme um mich dort zurechtzufinden und vor allem um es mir vorstellen zu können. Diese Infos sind rar gesät, man erfährt gerade so viel, wie nötig. Dabei ist das meiste plausibel dargestellt. Es gibt kleinere Ungereimtheiten die so wohl nur in einem Fantasybuch funktionieren, aber Hey, shellycoats gibt es ja eigentlich auch nicht. 

Emma und Calum, ein Traumpärchen wie es Buche steht? Denkste! Die beiden haben so viele Krisen zu überwinden, dass das zwischenmenschliche schlicht und ergreifend zu kurz kommt. Das muss aber auch so sein, sonst würde die Story so nicht funktionieren. Könnte manchen stören, mich aber nicht, denn ich fand es sehr passend. 

Emma hat sich sehr weiter entwickelt. Sie muss taff sein und ihre Schwächen verbergen, sonst könnte es ihr zum Verhängnis werden. Dabei mutiert sie aber nicht zum Superhelden, sondern behält ihre menschliche Seite bei. Sehr gut! Calum allerdings ging mir so sehr auf die Nerven, dass ich ihn am liebsten gegen die Wand geklatscht hätte oder mich zumindest gefreut hätte, wenn Emma ihn verlassen hätte. Das Gefühl bestand aber nicht dauerhaft, man hofft ja schließlich. 

Ja, es geht noch positiver. Marah Woolf hat nach dem dritten Band noch einige andere Bücher veröffentlicht und es verging auch einiges an Zeit. Das merkt man dem Schreibstil auch an, er ist erwachsener, besser durchdacht und überzeugt durch ausgereiftere Wortwahl. Spätestens jetzt sollte der Zeitpunkt gekommen sein, wo die Saga keinen Nachteil gegenüber Verlagsbüchern darstellt - wenn es diesen denn je gab, für mich eher nicht. 

Ihr merkt schon, ich bin begeistert. Und bevor ich noch übermorgen am loben bin vergebe ich volle 5 Eulen!

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