[Sonntagsgedanken] Was (Buch-)Blogger sich gefallen lassen müssen

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.

Heute richte ich mich in erster an die Blogger unter uns, oder all jene die es werden wollen, oder alle anderen interessierten ;-)
A: "Ich blogge über Bücher"
B: "Bücher? Was gibt es denn da zu schreiben?"
A: "Rezensionen zum Beispiel. Einfach das, worauf man Lust hat"
B: "Aha. Und was hat man bitte davon, Rezensionen zu schreiben? Kriegste Geld dafür?"
A: "Neee, Geld nicht. Man bekommt Bücher zugeschickt, aber darum geht es nicht. Uns macht das einfach Spaß"
B: "Du machst das doch nur um kostenlose Bücher zu kriegen, komm schon, gibs zu, mir kannst du doch vertrauen!"
aka: "Die bloggt eh nur wegen kostenloser Bücher!"

Kommt dir das bekannt vor? Mir schon, irgendwie. Viele bringen kein Verständnis dafür auf, dass man etwas tut, was anderen helfen könnte aber dafür kein Geld kassiert oder sonstige egoistische Gedanken hegt.  Ich habe natürlich immer mal wieder die diversen Bloggerforen und Gruppen durchgeschaut und bin immer wieder auf dieses Phänoment gestoßen. Es scheint viele zu geben, die sich mit solchen Vorurteilen rumplagen müssen. Schade eigentlich.

"Ich schicke dir mein Buch kostenlos zu und du schreibst mir eine 5-Sterne Bewertung. Immerhin darfst du mein Buch lesen, das kostet sonst 14,99€!"

Gekaufte Bewertungen... uhhh, ein haariges Thema. Gott sei Dank - ich persönlich hatte dieses Vergnügen noch nicht, bisher hatte ich nur tolle Autorenkontakte. Ich hoffe das bleibt so. Dennoch scheint dies Alltag für viele in der Blogosphäre sein. Dabei geht es um so viel mehr als nur diese eine 5 Sterne Rezi, es geht um Respektlosigkeit und Arroganz. Ausserdem geht es dabei um unseren Ruf! Wenn sich sowas mehr rumspricht, haben wir ein echtes Problem, unsere Glaubwürdigkeit wird dadurch immens gefährdet. Und nicht mal nur unsere, sondern auch die der Autoren. Keine Ahnung, was man sich davon erhofft - irgendwann kommts eh ans Licht. Ich will mir sowas nicht gefallen lassen - auch in Zukunft nicht. 

"Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass uns jeden Tag eine große Anzahl an Anfragen wegen Rezensionsexemplaren erreicht. Da wir nicht alle positiv beantworten können, müssen wir eine Auswahl treffen. Ich möchte Sie bitten, sich wieder zu melden wenn ihr Blog 3 Milliarden Follower hat. Danke!"
Die reine Reduktion auf unsere Followeranzahl. "Wow, die hat 700 GFC Follower, die ist bestimmt voll die tolle Bloggerin!" - nicht unbedingt. Ich kann verstehen, dass Verlage eine Auswahl treffen müssen, ich kann auch verstehen, wenn Blogger erst nach einigen Monaten bestehen Rezensionsexemplare erhalten, und ebenso verständlich fände ich es, wenn auf die Qualität der Rezensionen geschaut werden würde und dort Verlage unterschiedliche Ansprüche hätten. Erfahrungsgemäß geht es nicht darum, wobei es Verlage gibt die auch auf den Zeitpunkt der Blogeröffnung schielen, sondern es geht um pure Zahlen - oftmals wirklich nur die Followerzahlen, die nicht wirklich was aussagen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Gewinnspiele das ordentlich puschen können. Das sagt dann nur leider wenig darüber aus, ob ein Blog Google-Optimiert ist, wieviele Besucher er erhält oder wie Zuverlässig der Blogger ist, nur um Beispiele zu nennen, die greifbarer wären. Es gibt aber auch eine Menge Verlage, die das super händeln!

 "Buchblogger sind soooo lächerlich. Tun so, als wenn sie rezensieren könnten, dabei quatschen die nur n bisschen über ihre Meinung - in die Zeitung kommen die mit so einem Scheiß nicht und Rechtschreibfehler machen die auch noch!"

Ich weiß, ich neige zur Übertreibung. Aber ich habe oft schon von traurigen Blogger/innen gelesen, denen ähnliches an den Kopf geworfen wurde. Ich denke, dass ich für uns alle sprechen kann wenn ich behaupte, dass wir gar nicht den Anspruch erheben in die Zeitung zu kommen oder perfekt zu sein. Ich schätze, die wenigsten von uns sind fehlerfrei und haben Germanistik studiert. Ich schätze aber ebenso, dass den meisten von uns das egal ist, solange die Fehler nicht zu enorm werden. Warum also solche Anfeindungen?


Mich interessiert wie immer eure Meinung - gerne auch in einem Blogbeitrag oder als Kommentar. Kommt euch was bekannt vor oder habe ich für euch völligen Schwachsinn behauptet? Seid ihr vielleicht anderer Meinung? Raus damit, ich bin gespannt! :)






19 Kommentare
  1. Hey,

    also einiges kommt mir schon bekannt vor. Mir selbst wurde zum Glück ebenfalls noch kein Buch im Tausch für eine 5 Sterne Rezension angeboten. Das würde ich auch nie annehmen.
    Ich finde den Vorwurf, Blogger würden sich die Arbeit nur für Gratisbücher machen, sehr gemein und irgendwie auch traurig. Jeder hat nun mal andere Interesse und Hobbys, ob das nun Bücher, Kochen oder ein Blog ist, sollte jedem selbst überlassen sein. Klar gibt es auch Leute die nur Gratisbücher abstauben wollen, aber deswegen muss man ja nicht alle über einen Kamm scheren.
    Ich nutze auch immer wieder Leserunde auf Lovelybooks, denn ich finde es macht super ein Buch gemeinsam mit anderen zu lesen und dann darüber zu sprechen bzw. zu schreiben. Denn in meinem Bekanntenkreis befinden sich leider nur Lesemuffel und so ist das für mich neben meinem Blog einer super Gelegenheit. :)

    Liebe Grüße

    Bettina

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    1. Liebe Bettina,

      Ich bin gerade krampfhaft am überlegen, was ich dir darauf antworte. Aber mehr als pure Zustimmung fällt mir nicht ein - sorry! :D

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  2. Huhu! Ein schöner Beitrag mit einem immer aktuellen Thema! Ich hin ja erst 1 Jahr dabei und musste mich noch nie rechtfertigen! Wenn aber, dann muss man den Leuten auch mal sagen, was für eine Arbeit hinter einem Blog steckt! Auch ich habe das unterschätzt. Es ist ein bisschen so, wie wenn sich kinderlose Menschen in die Erziehung bei anderen mit Kindern einmischen! Erziehung kann ja angeblich auch nicht sooooo schwer sein! Ich denke, da muss man drüber stehen. Das gelingt mir in meinem Alter vielleicht besser als einer 16 Jährigen! Zu den Followern! Klar müssen Verlage auch danach schauen, aber manche Blogger schreiben so gruselig, dass ich mich fragen, warum diese eigentlich so viele Leser haben...A never ending story! LG Verena

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    1. Liebe Verena,

      Dein Vergleich ist nicht schlecht. Ich sehe gerade erst wieder (nicht an mir) wie viel ein Kind wirklich an Arbeit macht - diejenigen sehen es wohl auch erst jetzt, schätze ich. Und irgendwie ist so ein Blog ja auch das "Baby", auch wenn man das Baby mal ne Zeit schreien lassen kann ohne dass es das Jugendamt interesiseren würde ;)

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  3. Hallöchen,
    irgendwie kommen immer und immer mehr Beiträge dieser Art "auf den Markt" und zur Zeit scheint das auch wahnsinnig zu boomen, denn wer regt sich nicht gerne darüber auf, dass andere einen schlecht machen? Ich habe mit dem Buchbloggen bisher ehrlich gesagt noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Selbst die Leute, die ich kenne, die nicht lesen, fanden es total interessant was ich mache und warum ich das mache. Dass ich dadurch "kostenlose" Bücher bekomme benenne ich immer als positiven Nebeneffekt und bisher wurde dies auch immer so aufgefasst.
    Ich kann verstehen was du mit den Followerzahlen meinst, aber irgendwo dran müssen die Verlage sich ja orientieren und wenn alle Verlage so viel mi Bloggern zu arbeiten haben, wie ich es von Sebastian Rothfuss gehört habe, der vor dem Bloggerportal mit sage und schreibe 1500 Bloggern gearbeitet hat .. dann kann ich schon verstehen, dass sie nicht immer alles haargenau ansehen können. Aber ich finde auch, dass die Zahl der Follower eher unbedeutend ist. Wichtiger, wenn es um Zahlen gehen soll sind meiner Meinung nach dann eher die Seitenaufrufzahlen. Aber nun gut, das müssen die Verlage selber wissen. Und ehrlich gesagt finde ich es gut, dass die Bücher nicht jedem hinterher geschmissen werden, denn bloggen ist Arbeit und wer es nur macht um kostenlos Bücher abzugreifen, der wird, meiner Meinung nach nicht lange dabei sein, denn beim Bloggen steckt doch noch viel mehr darin. Zumindest bei mir..
    Ich persönlich habe an mich schon den Anspruch, dass ich die Bücher fair bewerten will und ich hoffe auch, dass ich nicht all zu viele Fehler auf meinem Blog einbringe. Ich könnte immer im Boden versinken, wenn ich im Nachhinein Fehler finde. :D Wenn man mich in einer Zeitung abdrucken würde.. das wäre schon der Hammer. Wieso nicht? ^^

    Liebst, Lotta

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    1. Liebe Lotta,

      Ja, mir ist auch aufgefallen, dass solche Beiträge ganz oft kamen. Ich hatte den hier schon vor ein paar Wochen geschrieben und war am überlegen ihn daraufhin gar nicht erst zu veröffentlichen. Und dann dachte ich mir, egal - schadet wohl nicht :D Mit deinem Bekanntenkreis hast du richtig Glück, ehrlich, die würde ich alle nimmer gehen lassen :D

      Tatsächlich empfinde ich die Seitenaufrufe auch als wichtiger, da gebe ich dir recht. Es macht schon einen Unterschied, ob man nach XY Jahren 100 000 Aufrufe oder nur 10 000 hat und sagt eigentlich auch etwas über die Reichweite aus. Ich habe auch Verständnis dafür, dass auf Follower geguckt wird, mich stört es ja viel mehr, dass mir dabei oftmals auffällt, dass die Beiträge wirklich unter aller Sau sind. Und damit ich Rezis, die kürzer als dieser Absatz hier sind und noch dazu aus 80% Inhaltsangabe bestehen... Es gibt da einen Blog, da rege ich mich seit geraumer Zeit drüber auf...

      LG
      Sarah

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  4. Hallo Sarah,

    was Du da in Deinem Beitrag ansprichst, ist natürlich nichts Neues und man hört immer wieder davon. Ich muss sagen, ich bin wohl eine der wenigen, glücklichen Blogger, die wenig schlechte Erfahrungen machen mussten, zum Glück!!

    In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sprechen sich alle eigentlich meist lobend über meinen Blog aus und erkennen auch die Arbeit, die hinter dem Ganzen steckt. Natürlich kann ich nicht sagen, ob sie nicht denken, dass ich das für kostenlose Bücher mache, aber sagen tun sie es zumindest nicht ;)

    Auch mit Autoren hatte ich bis jetzt nur gute Erfahrungen. Ich habe sehr viele nette Autoren kennenlernen dürfen und tolle Bücher lesen. Auch auf Absagen haben alle bis jetzt nur positiv reagiert. Und wenn jemand eine gekaufte Rezi haben wollen würde, würde ich die Anfrage einfach sofort löschen.

    Aber ja, Du hast schon recht, als Blogger muss man teilweise wirklich ein dickes Fell haben, wobei ich da eher Erfahrungen von Bloggern untereinander meine. Da gibt es auch so einiges, das in so einen Sonntagsgedanken-Post passen würde. Aber das ist ein anderes Thema ;)

    Liebe Grüße
    und danke für Deine Meinung,
    Moni

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    1. Liebe Moni,

      Ich finde es interessant, wie unterschiedlich so ein Freundes- und Bekanntenkreis sein kann. Meiner hört entweder fröhlich darüber hinweg, dass ich blogge, weiß es nicht oder schätzt es nicht. Aber wirklich positive Resonanz gibt es nur innerhalb der Familie und selbst dort versteht der ein oder andere nicht, wieso man sowas macht, wenn nicht für die Bücher...

      Das mit den Bloggern untereinander wollte ich tatsächlich mal aufgreifen. Ich bin davon allerdings absolut null betroffen bisher und bräuchte dafür jemanden, der betroffen wäre. Das macht es natürlich etwas schwieriger für mich.


      LG
      Sarah

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  5. Guten Morgen Sarah,
    genau den Dialog (ganz oben) habe ich gestern nachmittag mit einer Freundin geführt. Als ich das dann hier gelesen habe, musste ich schmunzeln. Ich finde solche Fragen von Leuten, die sich damit nicht auskennen, durchaus berechtigt. Es gibt ja auch Blogs, vor allem Reise- und Modeblogs, die damit Geld verdienen. Deshalb rege ich mich nicht darüber auf.
    Bisher habe ich noch keine negativen Erfahrungen mit Autoren oder Verlagen gemacht. Im Gegenteil, es kamen sehr nette Dialoge zustande. Allerdings bin ich noch ein Kücken in der Szene und kann nicht auf all zuviel Erfahrung zurück blicken. Was ich allerdings nicht mag, sind Blogs, die nur Rezensionen posten. Das ist mir etwas zu einseitig und lässt auch vermuten, dass man es nur auf die Freiexemplare abgesehen hat.

    Ich finde, deine Sonntagsgedanken sind eine tolle Idee. Sie geben gute Impulse in die Buchbloggerwelt.

    Liebe Grüße
    loralee

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    1. Liebe Loralee,

      Lach, dann habe ich bei dir ja genau ins schwarze getroffen! Ich finde Mode- und Reiseblogs immer sehr schwer vergleichbar mit einem Buchblog. Ein Buch kostet zwischen 10-20€, in der Regel zumindest. So eine Reise kann locker mal mehrere Tausender kosten und auch die Modeblogger kommen nicht gerade schlecht weg. Hätte ich einen Reiseblog, ganz ehrlich, ich würde es vermutlich nur wegen den kostenlosen Reisen machen. Warum nicht?

      Blogs die nur Rezensionen posten, ich musste doch kurz Luft schnappen. Auch bei mir gibt es überwiegend Rezensionen, in manchen Monaten sogar nur und ohne jene wäre es verdammt leer hier. Bin ich deswegen nun auf Freiexemplare aus? Nein :(

      LG
      Sarah

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    2. Ups, das war ja wieder eine Fettwanne! Sorry... mann sollte das auch tatsächlich differenzierter betrachten und nicht alles gleichstellen, sonst passiert mit pauschalen Aussagen, wie meine zu den reinen Rezi-Blogs, genau das.
      loralee

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  6. Hallo Sarah,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag!
    Ja, ich denke, es ist schon nicht immer leicht, "den anderen" zu erklären, um was es (einem selbst) beim Bloggen geht.
    Ähnliche Dialoge habe ich auch schon geführt.
    Da kommen dann noch so Aussagen wie "Na toll, wieso hast du das Buch xy denn schon? Das ist ja noch ganz neu" - "Das habe ich als Rezensionsexemplar/für eine Leserunde/... bekommen" - "Ja, na toll *rumnöl* Ich will das auch haben" - "Dann kauf es dir *augenzwinker*" (bei Nicht-Bloggern) - "Aber ich will es auch umsonst haben"... "Ähm, ganz "umsonst" ist es ja nicht, ich lese es und habe mich verpflichtet, eine Rezi zu erstellen und zu streuen. Das kannst du ja auch machen" - "Nee, das ist ja dann mit Arbeit verbunden" - "Siehst du?!" - "Aber du bekommst das Buch ja umsonst..."
    Ähm, ja...
    Also kurzum, ich habe (nette) Menschen in meinem Umfeld, die nur sehen, dass ich das eine oder andere Buch kostenfrei bekomme, die das auch möchten, aber eben nicht bereit sind, eine Gegenleistung zu geben. So funktioniert das nicht.
    Gerne kommt dann noch die Frage: "Kann ich mir das Buch nicht auch schicken lassen und dann einfach nicht rezensieren? Merkt doch eh keiner..."
    Naja, ich denke, dass durchaus manchen nicht bewusst ist, dass es ein "hart umkämpfter Markt" ist und man sich solche Mätzchen nicht erlauben sollte. Könnte ich mit meinem Gewissen eh nicht vereinbaren. Ich meine, wo gibt es schon etwas umsonst? ;-)
    Außerdem geht es mir ja um das Buch, den Lesegenuss usw, und nicht darum, mein Regal zu bestücken.

    Was die Verlage usw angeht:
    Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass die auf Grund der Masse der Anfragen sich an irgendetwas orientieren müssen, aber es nur an den Followern festzumachen, naja, ich weiß ja nicht.
    Wie oben schon bemerkt: Gewinnspiele usw pushen ja doch ganz schon und mir persönlich geht es eher um "ehrliche Leser", also lieber habe ich einige wenige, die dann aber auch wirklich auf meinem Blog vorbeischauen, als 100e, bei denen sich vielleicht 1/10 mal verirrt - überspitzt gesagt.
    Zudem habe ich - wie vermutlich einige andere auch! - auch Leser, die "unbekannt" folgen, weil sie kein Konto irgendwo haben, das auch nicht möchten, aber einfach so gerne mal vorbeischauen.
    Hach, irgendwie nicht immer einfach.

    Jedenfalls kenne ich Dialoge in der Form leider auch.
    Sie sind manchmal anstrengend, vor allem, wenn sie immer wiederkehren, aber so ist es halt.
    Ich muss ja auch nicht verstehen, warum ein Fußballfan quer durch Deutschland reist, um seinen Verein live sehen zu können *lach*
    Für mich ist das Lesen und letztlich auch das Bloggen ein Hobby, das mir Freude bereitet und darum geht's doch.

    Herzliche Grüße,
    Agnes

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    1. Liebe Agnes,

      Dein letzter Satz trifft voll ins Schwarze und damit könnte man die ganze Diskussion zusammenfassen und beenden. Aber das wäre ja öde ;-)

      Deinen Dialog kenne ich der Form sogar überhaupt nicht. Kann ich mir aber ganz gut vorstellen, wenn ich Person XY ohne Blog wäre würde es mir auch so gehen. Man kann ja nicht wissen, dass allein der Erhalt bei manchen Verlagen schon ein Krampf bis Unmöglich sein kann.

      LG
      Sarah

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  7. Ich finde, du musst einen Teil II dieser Serie schreiben - mit den positiven Sachen, die Blogger zu hören bekommen :D Denn zumindest bei mir überwiegt das tatsächlich - eigentlich habe ich wirklich fast noch gar keine negativen Geschichten erlebt. Was natürlich zum Einen sicher daran liegt, dass ich generell unglaublich selten Rezensionsexemplare anfordere/annehme, weil ich gerne ohne Druck blogge, und zweitens auch daran, dass ich in meinem RL-Umfeld nur sehr wenigen erzähle, dass ich überhaupt blogge :D

    Das mit den Rezensionsexemplaren ist natürlich so eine Sache und immer mal wieder Thema. Ich persönlich finde es in Ordnung, wenn ein Blogger auch relativ viele annimmt, solange er sie angemessen rezensiert. Selbst eine Negativ-Bewertung sollte ausführlich begründet werden. Mir fehlt da manchmal wirklich die Reflexion, denn eine Rezi aus 20 Sätzen ist halt dann auch nicht so aussagekräftig. Bei Büchern, die man selbst kauft, ist das in Ordnung - manchmal fällt einem ja auch nichts ein und man möchte trotzdem kurz das Buch vorstellen - aber bei einem Rezensionsexemplar gehört da mehr Mühre rein. Und wenn ich feststelle, dass dem nicht so ist, lese ich halt den Blog nicht mehr :D Aber es gibt ja auch genug sehr sehr gute Blogs zum Glück! :)

    Und was die Follower angeht - da bin ich deiner Meinung. Es gibt haufenweise Blogs, die nichtmal 30 Leser haben, aber so. gute. Sachen schreiben. Man findet die aber halt leider auch nur schwer, da haben die Marketin-Leute schon irgendwie nen Punkt :/

    Was die Qualität der Post angeht ist es natürlich so, dass schwarze Schafe dabei sind. Aber generell sind doch eher weniger Rechtschreibfehler in den Posts - und so nen kleinen Vertipper kann man als Leser doch auch ganz gut verkraften, finde ich :)
    Tatsächlich habe ich Germanistik studiert, aber man merkt es meinen Posts nicht an xD Wie du ja auch schon sagst: es ist nicht der Anspruch der meisten Blogger (die ich kenne zumindest), hochjournalistische Arbeit zu leisten. Und das macht für mich auch gerade den Charme aus. Klar, wenn ich eine sehr differenzierte Meinung zu etwas haben will, nehme ich mir auch eine der großen Tages-/Wochenzeitungen zur Hand, aber gerade bei Büchern muss man schon sagen, dass Kritiker die einfach anders und mit differenzierteren Haltungen lesen, als so der "normale" Leser. Und da eine Rezi von einem Blog zu lesen, dessen Betreiber einen ähnlichen Buchgeschmack hat wie ich, ist da durchaus hilfreicher :)

    Liebe Grüße
    MelMel

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    1. Teil 2 mit positiven Erfahrungen. Das ist ein prima Vorschlag!

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    2. Liebe Mel,

      Das ist eine super Idee! Das werd ich glatt als nächstes tun! Danke für den Impuls ♥

      Ich persönlich nehme relativ viele Rezensionsexemplare an, kaufe aber mindestens genauso viele Bücher auch selbst. Ich könnte mich davon also nicht freisprechen, selbst wenn ich wollte. Mit den zu kurzen Rezensionen: Manchmal ist es aber auch ein Ausrutscher und einem fällt wirklich nichts mehr ein. Ich habe das manchmal und schäme micht echt, dass beim Verlag einzureichen, aber wenn einem nichts mehr einfällt... was soll man tun? Abkupfern bei anderen ist da auch keine Lösung.

      Ich finde es halb so wild, wenn ein 30-Leser Blog nichts bekommt. Das zeugt vom falschen bis gar keinem Marketing (abgesehen von Anfängern!) und bringt den Verlagen keinen Mehrwert. So wie ich das gesehen habe, bewegen sich viele qualitativ Hochwertige Blog zwischen 100 und 250 Lesern, welche man so ganz ohne Werbung auch nicht generiert. Es gibt aber Verlage, die keinen hehl daraus machen, erst ab 400 Followern herauszugeben - da fragt sich, wo? Alle Channels zusammen? Nur GFC? Nur FB? Nur Twitter? Nur unbekannte, nicht zählbare Feed-Reader? ;D

      LG
      Sarah

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  8. Huhu
    Ich bin ja kein Blogger dafür habe ich viel zu wenig Zeit. Aber trotzdem ist es teilweise echt fieß was ich so mitbekomme. Die Bücher sind ja nicht geschenkt sondern ihr macht auch etwas dafür! Und das mit den 5 Sternen finde ich auch echt be***..
    5 Sterne sollte man wirklich nur geben wenn einem das Buch auch gefällt :)
    Verstehe auch Autoren nicht die sowas verlangen 😅. Denen gönnt man dann liebet keinen Erfolg. Mach einfach weiter so ich habe den Blog zwar erst zum Gewinnspiel gefolgt hab mich aber langsam verliebt :D

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    1. Liebe Sunny,

      Danke erst einmal ♥

      Ach, solche Autoren spinnen. Sorry, ist aber so. Das ist hirnrissig, absolut undurchdacht und bringt weder Mehrwert für den Leser noch für den Autor. Dieser versaut sich nämlich seinen kompletten Ruf und riskiert einen gepflegten Shitstorm, den er dann auch einfach verdient hätte. Irgendwie.

      LG
      Sarah

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  9. Hey,

    bin gerade durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und bin auch gleich mal geblieben. Recht schön hast du es hier :)
    Würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust, in Kürze startet mein erstes Gewinnspiel mit ein paar Autoren, bleiben lohnt sich also :)

    Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag
    Lisa von http://mexiis-leseparadies.blogspot.de/

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