[Sonntagsgedanken] Leseproben? Ne, haben wir nicht!

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.
Ich bin ein Mensch, der dem technischen Fortschritt sehr angetan ist. Ich hatte schon früh einen Computer, wenn auch ohne Internet, und empfinde solche Spielereien dementsprechend als selbstverständlich. Ebenso hatte ich eines der ersten Smartphones, welches übrigens nen fetten Virus hatte, und einen der ersten mp3-Player.   Man kann also wirklich nicht sagen, dass ich ein Problem mit der Digitalisierung habe. 

Ein Problem damit habe ich erst, wenn ich dazu gezwungen werde. Ich war letzte Woche im Thalia, wovon ich ja eh nicht sonderlich begeistert bin aber eine kleine Buchhandlung haben wir nicht mehr, und habe ein Buch gekauft. So weit nichts neues, aber ich hatte nachgefragt, ob sie Leseproben haben. Das kam, der Reaktion nach, der Frage gleich, ob ich mir ein paar Bücher umsonst mitnehmen darf. Ob ich denn nicht wüsste, dass man Leseproben digital lesen könne. Doch doch, das weiß ich wohl, will ich aber nicht. Ich mag mir die Augen nicht am Computerbildschirm zerstören.  Ist das so verwerflich? Für mich sind Leseproben in gedruckter Form normal, zumindest für Bücher, in denen die Hoffnung der Verlage liegt. 
Aber was ich damit eigentlich sagen will: ich will selbst entscheiden, was ich digital oder "analog" mache, lese oder höre. Sei es mit der Musik, mit einem Smartphone, oder eben dem lesen. Und trotzdem schätze ich die digitalen Möglichkeiten. Die Möglichkeit, Tausende Bücher dabei zu haben und dabei nicht einmal das Gewicht eines Buches tragen zu müssen. Aber ich mags eben auch klassisch, mit prallen Bücherregalen, meckernden Umzugshelfern und ner schweren Tasche. Ich will einfach nur entscheiden können, auch in Zukunft, nicht nur jetzt. Und ich will nicht in die typische Ebook oder Print Diskussion reinpreschen. Mich störts wirklich erst, wenn ich gezwungen werde digital zu lesen.

4 Kommentare
  1. Hallöchen,

    das mit den Leseproben ist mir leider auch aufgefallen. Also dass es die fast nirgends mehr gibt. In meiner Heimatstadt haben wir 3 große Buchhandlungen und in nur einer kann ich mir regelmäßig neue Leseproben holen. Wirklich schade, finde ich :(

    Liebe Grüße
    Kate

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  2. Das Problem kenne ich leider auch, aber wir in unserer Buchhandlung verteilen noch Leseproben an die Kunden, auch wenn wir immer gerne auf die digitale Variante hinweisen^^

    Liebe Grüße,
    Katja :)

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  3. Hallo!

    Schöner Beitrag den ich auch nachvollziehen kann - leider. Obwohl im digitalen Zeitalter anbekommen, bevorzuge ich immer noch das Blatt Papier. Und es ist schade as sow wenig mittlerweile darauf Wert gelegt wird in Buchhandlungen.

    LG, Prisha

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  4. Huhu,

    ich wusste gar nicht, dass es sowas je gab. Wir haben noch zwei rein lokale Buchhandlungen, eine davon riesig groß, über mehrere Stockwerke, aber eben keine Kette, und da gab es sowas nie. Kataloge und Prospekte ja, aber Leseproben kenne ich nur hinten drin in anderen Büchern der Autoren, fest mit eingebunden. Und natürlich im Netz. Im Laden habe ich so etwas nie gesehen.

    LG
    Taaya von Let 'em eat books

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