[Rezension] Adele Griffin - Alles, was ich von mir weiß

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 Als Ember einen schweren Autounfall verursacht und ihr Beifahrer Anthony dabei ums Leben kommt, ist nichts mehr so, wie es war. Ember überlebt schwer verletzt, kann sich jedoch an nichts mehr erinnern. Während ihre Eltern und Freunde nicht über die Geschehnisse reden wollen, stellt sich Ember immer wieder dieselben Fragen: Was ist in dieser Nacht passiert? Warum hat sie ihr Gedächtnis verloren? Und vor allem: Wer war Anthony? Bei der Suche nach Antworten trifft sie auf den geheimnisvollen Kai, der sie wie kein anderer zu kennen scheint. Gemeinsam versuchen sie, der Vergangenheit nachzugehen. Aber ist Ember wirklich bereit, die Wahrheit zu erfahren?
 Warnung: die folgenden Sätze triefen vor Begeisterung!
Unsere Hauprotagonistin Ember ist 17 Jahre alt und kann sich nach einem schweren Autounfall an 6 Wochen ihres Lebens nicht mehr erinnern. Hinzu kommt, dass sich immer mehr merkwürdige Dinge und Situationen ergeben, so dass sie gar nicht weiß, was in dieser Zeit passiert ist. Ich stell mir das so schrecklich vor, nicht zu wissen, was man 1,5 Monate seines Lebens getan hat. Und wenn dann noch hinzu kommt, dass vieles nicht zu einem selbst zu passen scheint... Furchtbar! Genauso ging es Ember auch, man spürt ihre Verzweiflung, ihre Wut. Es herrscht eine sehr mitreißende, emotionale Stimmung, die mich auch nach dem Lesen nicht aus ihren Bann lies. Selbst jetzt beim verfassen dieser Rezension spüre ich es wieder und werde fast ein bisschen melancholisch.

Melancholisch ist auch schon ein gutes Stichwort, denn ein typisches Sommerbuch ist es auf keinen Fall. Es eignet sich ideal für kältere Tage, eingemümmelt in eine warme Decke und mit einer dampfenden Tasse Tee in der Hand. Kaffee tut es aber auch ;-)

Um nochmals kurz zurück zu Ember zu kommen. Sie ist ein intelligentes, junges Mädchen, welches sich auch dementsprechend verhält. Man merkt, dass sie auf dem Wege ist erwachsen zu werden, diesen Prozess aber noch nicht komplett abgeschlossen hat. Das zeichnet sie als gut gezeichnete, realistische Protagonistin aus, welche mir sehr sehr gut gefiel und in welche ich mich zu einhundert Prozent wieder erkennen konnte.

Es gibt einige Nebencharaktere, welche ganz nett, aber nicht unbedingt etwas besonderes sind. Für den eigentlichen Verlauf der Geschichte sind sie nur bedingt wichtig, so dass ich gar nicht weiter drauf eingehen mag.

Die Spannung war sehr hoch. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war sehr traurig, als es zuende gelesen war. Das Ende war für mich sehr überraschend, könnte für andere aber auch vorhersehbar sein. Mich hat es auf jedenfalls sehr mitgenommen.

Der Schreibstil entspricht den heutigen Jugendbüchern und ist, wie bereits mehrfach erwähnt, sehr melancholisch angehaucht. Das passte perfekt und gibt mir keinen Grund zur Beanstandung.

Was soll ich länger schwafeln? Lest es, sonst werd ich böse. Außer das Genre passt gar nicht, dann verzeihe ich es vielleicht nochmal ;-)

1 Kommentar
  1. Guten Morgen :)

    Oh Gott, klingt das toll ♥ Vielen Dank für deine Rezi :)
    Ich habe mich für diesen Monat auf eine Leserunde zu dem Buch beworben. Sollte ich nicht gewinnen, wird es im nächsten Monat gekauft :)

    Ganz liebe Grüße,
    Corina

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